Microsoft bekämpft Spam über Instant Messaging

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Mit neuen Funktionen will der Softwarekonzern Microsoft besser gegen Spam über Instant-Messaging-Lösungen (IM) vorgehen.

Beta-Nutzer haben bereits eine Liste von Features zusammengestellt, die die kommende Version des Collaboration-Werkzeugs ‘Windows Live Messenger 9.0’ erhalten soll.

Dazu gehört ein digitaler Wachhund, der anschlägt, sobald unerwünschte Nachrichten oder unverlangt eingesandte Werbung im IM-Fach des Nutzers landen. Die Blogger auf Liveside.net , einer auf Microsoft Live spezialisierten Site, betonten die Sicherheitsfunktionen, die sie in der Beta entdecken konnten. Dazu gehört auch die Möglichkeit, von verschiedenen Geräten aus eingeloggt zu bleiben: ‘Multiple Points of Presence Support’.

Noch ist nicht bekannt, ob die Security-Funktion in der kommenden Version auch Blacklists erkannter Spammer enthält und benutzt. Das ist mittlerweile bei IM-Herstellern verbreitet. Die Microsoft-Funktion soll allerdings weitergehen, indem sie bei Vorfällen selbst durch Warnungen aktiv wird und nicht von vornherein Listen bekannt gibt und es eventuell dabei belässt.

Heikel ist ‘Spam over IM’ deshalb, weil es einem Angreifer gelungen sein könnte, die Kontaktdetails eines Business-Nutzers zu bekommen und somit als augenscheinlicher Geschäftskontakt zu agieren. Das Einschleusen von schädlichem Code über IM im Unternehmensnetz ist ohne Schutz der Anwendung keine Seltenheit mehr.