Die schlechtesten TK-Regulierer Europas gekürt

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Die European Competitive Telecom Association (ECTA) hat eine Liste der Länder veröffentlicht, die ihre TK-Märkte nicht wettbewerbsfreundlich halten.

Wie auf der ECTA-Site veröffentlicht, sind folgende Länder die negativen Spitzenreiter: Belgien, Polen, Tschechien und Griechenland.

Am besten schnitten dabei – wenig überraschend – Großbritannien mit seinem Regulierer Ofcom, die Niederlande, Dänemark, Norwegen und Frankreich ab. Die Heimat der Deutschen Telekom landete ganz weit hinten: Nur noch Ungarn und Slowenien trennen Deutschland von den vier Schlusslichtern.

Generell hieß es aus Brüssel, dass die Macht der nationalen Regulierer wieder sehr beschnitten, ihre Durchsetzungsfähigkeit gegenüber der Industrie in allen 19 untersuchten Märkten abgenommen habe. Außerdem wirke sich der starke Einfluss des Staates bei den großen Monopolbetrieben negativ aus. So würden die Regierungen oft unliebsame Entscheidungen der Regulierer unterwandern, da sie oft am längeren Hebel sitzen.

Die Frage, wen so etwas angeht, beantwortete Innocenzo Genna, Chairman der ECTA, prompt: Wenn Kunden zu viel für ihre Breitbandanbindung bezahlen, dann kann das auch daran liegen, dass ihr nationaler Regulierer den Markt nicht vernünftig für den Wettbewerb geöffnet hat.” Der Bericht der ECTA steht in Einklang mit Plänen der EU-Kommission, die die Macht der Inkubatoren notfalls mit politischen Mitteln von EU-Ebene aus brechen will, sofern die Regulierer der einzelnen Märkte dazu nicht in der Lage oder willens sind.