Microsoft schaltet obszönen Weihnachtsmann ab

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Ein automatischer Santa Claus im Windows Live Messenger sorgte in Redmond für Aufregung.

Eine nette Idee eigentlich. Unter northpole@live.com hatte Microsoft einen Chat-Roboter in die Rolle von Santa, dem hiesigen Weihnachtsmann schlüpfen lassen. Allerdings schien dem Roboter eher die Rolle des Dirty old Man auf den Leib geschneidert.

Der britische Register berichtete als erster von sexuellen Anspielungen. Den ersten Lapsus dieser Art leistete sich Santa, als er mit Mädchen im Alter von 11 und 13 Jahren über Pizza debattierte. Er erklärte, dass er sich ja generell gerne über Oralsex unterhalte, nun aber doch ein anderes Thema anschneiden wolle.

Ein anderer User berichtete, er habe Santa dazu bewegen können, seine Homosexualität zu gestehen. Er habe das Chat-Modul gedrängt, “gib zu, du stehst auf große, haariger Männer”. Woraufhin Santa erwiderte: “Ich weiß, ich weiß, aber ich hoffe, dass Du deswegen nicht böse wirst.” Außerdem habe sich Santa zu Aussagen wie “Dirty Bastard” hinreißen lassen. Auch die automatischen Nikoläuse sind eben nicht mehr das, was sie mal waren.

Microsoft wollte schnell reagieren. Man hatte zunächst versucht, die automatisierten Skripte auszutauschen, jedoch ohne nennenswerten Erfolg. Daher hatten sich die Verantwortlichen bei Microsoft dazu durchgerungen, northpole@live.com abzuschalten.

Eigentlich sollte Santa für das Spiel Factory Frency werben, wo der Mitspieler den Elfen des Weihnachtsmannes helfen sollte, dabei hat er sich aber wohl gehörig im Ton vergriffen.

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