Guck mal, worüber die da sprechen

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Wer in junge, vielversprechende Unternehmen investieren will, sollte wissen, worüber man dort spricht.

VoIP, Blogs, Vlogs, Podcasts oder Web 2.0 sind Worte, die vor zwei Jahren wohl nur ein kleiner Kreis von Spezialisten mit Inhalt hätte füllen können. Jetzt sind die Begriffe hipp und gelten als Ausdruck technologischen Fortschritts (erinnert uns das wieder an die Anfänge des Internets?).

In Businessplänen und Präsentationen überschlägt sich mancher vor Fachchinesisch, um zu beweisen, dass er ganz vorne mit dabei ist. Dass er sich mit der sprachlichen Speerspitze ins eigene Fleisch gestochen hat, entdeckt der Businessplanschreiber erst dann, wenn er von den VCs (Venture Capitalist) eine Absage erhält. Denn die neue Technologie muss einen Nutzen bringen, sich also in marktfähige Produkte oder Dienstleistungen übersetzen lassen, sonst bleibt sie aus Investorensicht uninteressant.

Konkret: Ein Programm zu schreiben, mit dem ich auf Basis heutiger Aussagen und vergangener Daten vorhersagen kann, wie sich Kaufverhalten morgen entwickeln wird, ist eine sicher anspruchsvolle mathematische Aufgabe. Doch erst wenn daraus eine standardisierte Software entsteht, mit der mittlere und große Unternehmen die Auswirkungen der Wetterentwicklung oder der Aktionen von Konkurrenzunternehmen quantitativ simuliert werden können, mit der ich also das zukünftige Verhalten meiner Kunden berechnen kann, verbindet sich die Künstliche Intelligenz des Programms mit der pragmatischen Vorgehensweise des Unternehmers: Aus der Software wird ein nützliches Produkt mit einem klar umrissenen Markt – in diesem Fall die Dacos Simulation Engine.

Wer argumentieren kann, wo sein Markt liegt, wie und warum man ihn erreichen kann und welche Barrieren die potenziellen Konkurrenten überwinden müssen (zum Beispiel Marken- und Urheberrechte, Patente), um ein ähnliches Ziel zu erreichen, der hat das ernsthafte Gespräch über eine VC-Beteiligung schnell aufgenommen. Mit und ohne VoIP.

Selbst die Tatsache, dass bereits wieder Unternehmen in den USA für viel Geld, aber noch ohne klares Businessmodell, aufgekauft werden, darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass eine klare Strategie vorgelegt werden muss, wie man damit Geld verdienen kann.

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