IBM mit Umweltinitiative für freie Öko-Patente

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Anlässlich der Veröffentlichung der jährlichen US-Patentstatistik wird IBM am heutigen Montag die Gründung des ‘Eco-Patents Commons’ bekannt geben, mit der besonders umweltverträgliche Patente der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden sollen.

Für Eco-Patents Commons hat sich IBM unter dem Dach des in Genf ansässigen World Business Council für Sustainable Development (WBCSD) mit Sony, Nokia und Pitney Bowes zusammengeschlossen. Für den Anfang sollen 31 Patente von jeglichen Urheberrechten befreit und unter der Public Domain veröffentlicht werden.

“Eco-Patents Commons stellt eine einzigartige Initiative führender Unternehmen dar, mit der diese etwas verändern wollen, indem Innovationen und Lösungen für die Unterstützung von umweltverträglichen Entwicklungen frei zugänglich gemacht werden”, sagte Björn Stigson, Präsident des WBCSD.

Patente unter Eco-Patents Commons beinhalten Innovationen, die auf Umweltbelange ausgerichtet sind oder Herstellungs- und Geschäftsprozesse in einer Art beeinflussen, dass ein Vorteil für die Umwelt geboten wird. Als Beispiele hat IBM in einer Erklärung Prozesse genannt, die die Freisetzung von Umweltgiften oder den Verbrauch von Energie und Wasser in der Fertigung reduzieren. Andere Patente betreffen das Beschaffungswesen oder die Logistik, wodurch sich der Kraftverbrauch verringern lässt.

“Umweltbelange haben einen großen Einfluss auf zukünftige Erfindungen, denn sie zwingen uns zu anderen Denkansätzen, wie wir Produkte herstellen, konsumieren und recyclen”, sagte Donal O’Connell, Direktor für geistiges Eigentum bei Nokia. “Um die Umwelt besser schützen zu können wird es Zeit, dass sich Unternehmen zusammenschließen, statt dieses Problem alleine anzugehen”, sekundierte Hidemi Tomita von Sony.

Die Mitgliedschaft bei Eco-Patents Commons ist für alle Unternehmen offen, die mindestens ein Patent einbringen. “Die Gründungsmitglieder und das WBCSD laden alle interessierten Unternehmen ein, Mitglied zu werden und an dieser Initiative teilzuhaben, um mit Innovationen und Zusammenarbeit dem Wohle unseres Planeten zu dienen”, hieß es vollmundig in der Erklärung.

Laut der von IFI Claims Patent Services veröffentlichten US-Patenstatistik hat IBM im Jahr 2007 immerhin 3125 Patente angemeldet. Damit belegt das Unternehmen im fünfzehnten Jahr hintereinander den ersten Platz in der Statistik. Auf dem zweiten Platz folgt mit 1864 Patenten der Fünftplazierte des Vorjahres, der Chiphersteller Intel. Dahinter liegen Microsoft mit 1637 Patenten und HP mit 1469 Patenten.