HP nimmt noch einmal Anlauf mit Utility Computing

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Hewlett-Packard (HP) bringt ein neues Portfolio für die Rechenzentrums-Konzepte unter dem Namen Utility Computing.

Darunter versteht HP, IT-Leistung und -Ressourcen nach Bedarf zu liefern. Die HP ‘Utility Sourcing Services’ (USS) schlagen genau in diese Kerbe. Die HP USS teilen sich auf in die Kategorien ERP, Computing, Datamanagement, Database, Messaging und Web Services.

Dahinter verbergen sich Service-Bausteine wie Unternehmenssoftware, E-Mail, Serverleistung oder Speicherplatz. Daraus können sich die Kunden dann das zusammenstellen, was sie brauchen. Bezugsmengen und Kosten sollen sich, dem Hersteller zufolge “in kurzen Zeiträumen” skalieren lassen. Für den Kunden gibt ein Portal Auskunft über die tatsächliche Nutzung, hier kann auch die Steuerung vorgenommen werden.

HP kehrte heraus, dass es keine Mindestabnahmen gebe. Die Kunden schließen demnach mit HP lediglich einen Rahmenvertrag mit Service Level Agreements (SLAs) über ein Jahr. Innerhalb dieses Zeitraums können sie ihren Bezug aber frei dimensionieren. Das Pay-per-Use-Preismodell der HP USS orientiert sich am tatsächlichen Verbrauch, auch saisonale Marktschwankungen können in der IT ein Echo finden. Gezahlt wird beispielsweise pro Arbeitsspeicher und CPU-Anteil, pro in Anspruch genommenem GByte Speicherplatz oder pro Anwender eines ERP-Systems.

Die Lieferung der Dienste erfolgt aus den HP-Rechenzentren in Deutschland, wo die Standardisierung der Services eine quasi fabrikmäßige, automatisierte Volumenproduktion erlaubt. Virtualisierung der Infrastruktur hilft HP beim Zuweisen der physikalischen Ressourcen. Die Kundendaten sind vor dem unbefugten Zugriff Dritter geschützt, da HP die Speicherbereiche unterschiedlicher Kunden voneinander separiert. Dabei kommen bei HP erprobte und etablierte Sicherheitsmechanismen zum Einsatz. Zoning-Technologie etwa unterteilt Speichernetzwerke in mehrere logische Zonen, auf die nur die jeweiligen Anwender zugreifen können.

HP betreibt Utility Computing bereits seit vielen Jahren, ist damit aber nicht allein am Markt: Bei IBM heißt dieser Ansatz ‘on Demand’. Konzerne wie Sun verfolgen ebenfalls eigene Rechenzentrums- und Serverbetriebsleistungen. Die Dienste richten sich somit oft nur an Bestandskunden.