Medizinische Betreuung durchs Internet

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Ein völlig neuartiger Medizinservice, der in Tirol entwickelt wurde, ist nach einer ausführlichen Testphase online gegangen.

Die Tagesklinik medalp in Imst/Tirol hat seit Bestehen rund 8000 Patienten operiert. Die Entwicklung der Internet-Service-Seite ‘my.medalp’ war eines der großen Projekte in diesem Jahr. Das Ziel dieses neuartigen Services ist die Optimierung der postoperativen Betreuung der Patienten. Es unterstützt die Kommunikation zwischen dem Patienten, den nachbehandelnden Ärzten und den Physiotherapeuten.

Den Kern der Service-Seite für den Patienten bietet eine lückenlose Anweisung zum richtigen Verhalten nach einer Operation. Im Mittelpunkt stehen dabei individuelle Therapieanweisungen, die textlich, bildlich und mit Filmsequenzen dargestellt werden. “Eine tolle Hilfestellung, die unseren Patienten auch zu Hause zeigt, was wir empfehlen” – so der diplomierte Physiotherapeut Maximilian Pall.

Für die nachbehandelnden Ärzte liefert my.medalp ausführliche Informationen, ohne, dass der Patient große Röntgenbilder mitschleppt oder die Arztbriefe immer bei sich haben muss.

Der Hausarzt oder die nachbehandelnde Klinik bekommt die Zugangsdaten, sodass die Informationen der Patienten in der my.medalp abgerufen werden können. Röntgen- und MRT-Bilder, OP-Fotos und der Arztbrief – alles innerhalb weniger Stunden. Wenn aufgrund komplizierter Operationen ein Video, das im Inneren des zu operierenden Knies während der OP gefilmt wird, zusätzliche Infos liefert, so können diese Videosequenzen auch über die my.medalp abgerufen werden.

Für die Therapie und für die Nachuntersuchungen erscheint der Patient in der medalp und bei seinem Therapeuten. Darüberhinaus arbeitet der Patient mittels my.medalp zu Hause am Bildschirm sein Therapieprogramm ab. Zwölf Wochen lang nimmt er die Trainingsanweisungen entgegen. Parallel dazu wird er aufgefordert Antworten bezüglich seines Wohlbefindens und seiner Fortschritte anzukreuzen. Vergisst der Patient seine “Pflichtübungen”, erhält er automatisch ein SMS, das ihn höflich an seine Gesundheit erinnert. Ergeben sich aufgrund seiner Eingaben außerordentliche Werte, so tritt automtisch der Arzt mit dem Patienten in Kontakt.

Initiator des Projektes, Dr. Alois Schranz, hat schon lange von einer Lösung dieser Art geträumt. “Unsere Patienten aus ganz Europa und viele Patienten aus Übersee, Russland und Asien legen nach der OP in Imst oder Sölden großen Wert auf individuelle Betreuung, deshalb werden die Inhalte der my.medalp auf jeden Patienten persönlich abgestimmt. Customized eben”, so Schranz.

Die Entwicklungsinvestition von 55.000 Euro wurde ausschließlich von der medalp finanziert und steht in der ersten Phase exklusiv für die Patienten der medalp zur Verfügung. Wer die my.medalp.com einmal testen möchte, findet einen Probezugang unter der my.medalp.com (Benutzername: webtest, Password: 9999999999 ).

Als idealen Therapiebegleiter bietet die Technologie von ‘STIWELL med4’ ein Therapie-Tool für zu Hause. Ein völlig neuartiges Therapiekonzept, das Elektrotherapie und Biofeedback mit einer Art Onlinegame kombiniert und so den Patienten zu seinen Therapiesitzungen auf spielerische Art und Weise verführt. Dieser Spezialservice wird auch bei 4health im Aqua Dome als Standard geboten. Die funktionelle Elektrostimulation wird somit für die stationäre Behandlung sowie die selbstständige Heimanwendung leicht durchführbar und ergänzt das Konzept von my.medalp, so Michaela Kaserer von Stiwell.