Palm: Kein Ende der Krise in Sicht

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Der Smartphone-Hersteller Palm hat aktuelle Quartalszahlen vorgelegt, die wenig Platz für positive Hoffnungen bieten. Auch die neuen Produkte zeigen bisher wenig Wirkung.

Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2007/2008 hat Palm einen weiteren Umsatz-Rückgang sowie Einbußen beim Gewinn hinnehmen müssen. So ging der Umsatz um 11 Prozent auf 349,6 Millionen Dollar zurück, was einen Verlust von 9,6 Millionen Dollar verursacht hat.

Die Erwartungen für das am 30. November zu Ende gegangene Quartal waren ohnehin nicht besonders hoch, denn Palm hatte bereits seine Prognosen nach unten revidiert und Entlassungen vorgenommen.

Palms CEO Ed Colligan führt das schlechte Geschäftsergebnis auf die erheblichen Verzögerungen des Treo 755p zurück, der mit viel Verspätung erst vor einer Woche auf den Markt kam.

Verbessert haben sich nur die Absatz-Zahlen für das 99 Dollar billige Smartphone Centro, welches im Oktober auf den Markt gekommen ist und derzeit noch exklusiv über den amerikanischen Mobilfunkprovider Sprint angeboten wird. Für dieses Gerät stieg die Nachfrage so rasant an, dass Palm mit den Lieferungen nicht nachkommen konnte.

Zwar hat Colligan bereits höhere Produktionszahlen angekündigt, doch gebe es auch Lieferschwierigkeiten bei Einzelkomponenten des Centro, weswegen neue Produkte nicht die erhofften positiven Auswirkungen auf die Unternehmenszahlen haben und haben werden.

Für das laufende dritte Quartal rechnet Palm folgerichtig mit einem Umsatz von 315 Millionen Dollar, das sind 43 Millionen Dollar weniger als die Analysten-Erwartungen von Thompson One.