Italienische Bambini telefonieren zu viel

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Auf den Plätzen Italiens ist es wichtig, zu sehen und vor allem gesehen zu werden.

Schellt das ‘Telefonino’ in der Tasche, wird es mit staatstragender Würde hervorgeholt und das Gespräch mit großer Geste angenommen, ganz so als wäre Romano Prodi höchst selbst am anderen Ende der Leitung. Meist aber tönt es dann: “Ciao, Mama!”

Und die italienische Mama sollte sich langsam um ihre Sprösslinge Sorgen machen. Das zumindest legt eine Studie der Universität Florenz nahe. Denn Italiens Kinder telefonieren zu viel.

Sogar in Klassenzimmern wird inzwischen telefoniert und die Mehrzahl der Kinder besitzt ein Handy, oft telefonieren die Kleinen sogar schon im Kindergarten. Jetzt schlagen Verbraucherschützer und Kinderschutzverbände Alarm und fordern Initiativen, um für einen altersgerechten Umgang mit der Mobilfunktechnologie zu werben.

So sollte man den Kindern nicht vor dem 12. Lebensjahr den vermeintlichen Gefallen eines eigenen Mobiltelefons tun. Denn die Kinder würden zu schnell von dem technischen Spielzeug abhängig, anstatt soziale Kontakte zu knüpfen.

Inzwischen hat sich die Gesetzgebung dazu durchgerungen, Lehrern und Kindern während des Unterrichts den Gebrauch von Handys zu untersagen, ansonsten drohen drakonische Maßnahmen. Dann wird das Gerät nämlich beschlagnahmt. Und dennoch verstoßen die Schüler gegen diese Regelung.

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