Compaq als Billigmarke reanimiert

Management

Hewlett-Packard (HP) will die Marke Compaq am deutschen Markt wieder einführen und damit günstige Notebooks und Desktops anbieten.

Die Geräte mit dem Label HP werden dagegen etwas teurer angeboten werden. “Wir werden im Januar Compaq wieder einführen”, erklärte Martin Kinne, HP-Deutschland-Chef, gegenüber der Financial Times .

Mit der Zwei-Marken-Strategie will Kinne den Weltmarktführer HP auch in Deutschland zur Nummer eins machen. Bislang liegt hier mit einem Marktanteil von 16,5 Prozent Fujitsu Siemens Computers an erster Stelle. HP folgt in Deutschland auf dem zweiten Platz mit 14,3 Prozent.

“Mit Compaq wollen wir größere Volumen als bisher nur mit einer Marke erreichen”, so Kinne weiter. Etwa in England, Frankreich und Italien führte HP die Marke Compaq auch nach der rund 13 Milliarden Euro teuren Übernahme 2002 weiter. Hier war der damals weltgrößte Computer-Hersteller gut eingeführt. Für Deutschland entschieden sich die Marketing-Strategen bei HP hingegen dafür, Compaq in der Marke HP aufgehen zu lassen.

Im Zuge der Übernahme mussten rund 17.000 Mitarbeiter unter Carly Fiorina ihren Hut nehmen. Fiorina wollte mit den Früchten der Übernahme Hightech zu niedrigen Preisen anbieten können und damit im hochpreisigen Segment gegen IBM und bei den günstigeren Produkten gegen Dell bestehen können.

Immerhin hat sich HP zum weltgrößten Computerhersteller aufgerappelt, doch nun scheint dieses Konzept zumindest in Deutschland unter einer Marke nicht mehr tragfähig.

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