Larry kann’s noch: Oracle mit dickem Gewinn

Management

Schlucken in Walldorf. Dauerrivale Oracle hat ein ganz starkes Quartal hingelegt.

Offenkundig geht die Taktik von Larry Ellison, ganz schnell ganz viele Firmen zu übernehmen, auf. Der Konzern wies für sein zweites Quartal (Q2) sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis ein Plus aus – und da er sogar die Erwartungen der Analysten übertroffen hat, ging’s auch gleich mit der Aktie bergauf. Der Gewinn stieg um 35 Prozent auf 1,3 Milliarden Dollar beziehungsweise 25 US-Cent je Aktie – nach 967 Milliarden Dollar und 18 US-Cent pro Anteilschein im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Umsatz kletterte um 28 Prozent auf 5,31 Milliarden Dollar – nach 4,16 Milliarden Dollar in Q2 2006.

Die hervorragenden Verkäufe bei Softwarelizenzen seien der Grund für das Plus. In den vergangenen drei Monaten habe man um 38 Prozent davon mehr absetzen können als noch das Jahr zuvor.

Der Softwarekonzern hat gerade einen echten Lauf: Erst gestern hatte die Oracle-Tochter NetSuite den Eröffnungspreis der eigenen Aktie bekannt gegeben. Mit 26 Dollar habe er sogar die eigenen Erwartungen übertroffen. Aufgrund des starken Interesses an der Versteigerung der IPO-Aktien hatte das Unternehmen zum zweiten Mal den Rahmen für den Ausgabepreis von zuletzt 16 bis 19 Dollar auf 19 bis 22 Dollar erhöht. Mit dem jetzt festgelegten Preis von 26 Dollar liegt der Wert fast 63 Prozent über dem ursprünglichen Preisrahmen von 13 bis 16 Dollar, den der mehrheitlich dem Oracle-Chef Larry Ellison gehörende SaaS-Anbieter am 5. Dezember angegeben hatte.