Sub-Prime-Krise schlägt auf die IT durch

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Auch 2008 wird der Halbleitermarkt wachsen, dennoch müssen Analysten ihre Prognosen für das nächste Jahr nach unten korrigieren.

So gehen die Marktforscher von iSupply jetzt nur noch von einem Wachstum von 7,5 Prozent aus. In einer Mitteilung korrigierten die Analysten ihre Prognose vom September, wo sie noch ein Wachstum von etwa 9,3 Prozent gesehen haben. Als Begründung führen die Marktforscher die negative Auswirkungen der Immobilienkrise auf die US-Wirtschaft an.

2007 wurden das Wachstum noch von rekordverdächtigen Notebook-Anschaffungen durch Unternehmen und Privatpersonen getragen. Im kommenden Jahr werden die Aussgaben hier zurückgehen. Eine großflächige Erhohlung des Marktes könnte frühestens in der zweiten Hälfte 2008 einsetzen.

In der ersten Hälfte 2008 wird der Markt im Vergleich mit dem Vorjahreswachstum um 4,5 sinken, prognostiziert iSupply. Auch die Umsätze bei Flash-Speichern werden zurückgehen. 

Diese Zahlen korrespondieren mit den Gartner-Zahlen zu den Investments in die Halbleiterproduktion. Diese werden 2008 um knapp 10 Prozent zurückgehen. Gartner rechnet mit Investitionen in der Höhe von 40,3 Milliarden Dollar. 2007 waren es noch 44,8, die in die Produktion von Chips gesteckt wurden. “2007 war gekennzeichnet durch fortlaufend hohe Investitionen im Bereich Dynamic Random Access Memory (DRAM), obwohl bereits ein Überangebot in diesem Sektor deutlich wurde”, erklärt Klaus Rinnen, Analyst bei der Gartner Semiconductor Manufacturing Group.

“Wenn wir ins Jahr 2008 schauen, erwarten wir die lange überfällige Investitionskorrektur auf dem DRAM-Markt und damit auch einen Investitionsrückgang.” Bei NAND hingegen erwarten die Marktforscher weiterhin starkes Wachstum. Gartner ist sich mit iSupply darin einig, dass die zweite Hälfte 2008 eine Wende bringen könnte.

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