Microsoft schließt Open-Source-Vertrag

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Redmond einigt sich mit einer Open-Source-Gruppe und nimmt dabei der Kartellklage der EU ein bisschen Wind aus den Segeln.

Die Protocol Freedom Information Foundation (PFIF) hat für das Projekt Samba ein Abkommen unterzeichnet. “Das sollte in einen Markt, der von Microsoft dominiert wird, Wettbewerb injizieren”, kommentierte ein Sprecher der Europäischen Kommission.

So wurde Microsoft im Rahmen der Kartellklage von der EU dazu verurteilt, Schnittstelleninformationen für Wettbewerber offen zu legen, damit diese Produkte auf den Markt bringen können, die sich mit den Betriebssystemen von Microsoft vertragen.

Samba bietet eine so genannte ‘Workgroup Server Software’, über die kleinere Teams, Open Source Seite an Seite mit Windows-Produkten einsetzen können. “Mit diesem Vertrag können wir Samba auf die aktuellen Veränderungen in Microsoft Windows anpassen, und das hilft uns und anderen freien Software-Projekten mit Windows zu kooperieren”, so Andrew Tridgell, der Schöpfer der Samba-Software.

“Wir sind glücklich, dass PFIP sich dazu entschieden hat, eine Lizenz zu nehmen, über die die Spezifikationen der Windows-Protokolle für Samba zugänglich werden”, heißt es von Microsoft in einer Stellungnahme.

10.000 Euro hat die Organisation für diese Lizenz und damit für das Recht, Dokumentationen einzusehen, bezahlt. Diese Informationen muss das Projekt geheim halten, dennoch wird das Projekt den Source-Code, der mit den Microsoft-Protokollen arbeitet, offen legen.

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