Microsoft spielt Bug in Home Server herunter

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Der Softwarekonzern Microsoft hat einen Fehler im neu vorgestellten Home Server für den Endverbrauchermarkt zwar zugegeben, aber die Schuld nur teilweise auf sich genommen.

So sei der Bug, der bei der Bearbeitung, dem Transfer und der Speicherung innerhalb verschiedener Programme mit dem Home Server auftauchen kann, auch auf Anwenderfehler zurückzuführen, hieß es aus Redmond.

Allerdings seien bestimmte Programme überhaupt nicht zum Verteilen von Dokumenten geeignet; außerdem müsse der Home Server mit extrem hohen Datenmengen zu tun haben, damit das Problem überhaupt zu spüren sei, hieß es mit Verweis auf die Anwender von Microsoft. Vor allem Quicken-Anwender, die ungeeignete Backup-Funktionen nutzen, wurden damit angesprochen.

Wie der Konzern in einem Support-Bericht mitteilte, könnten Dokumente, die unter bestimmten Programmen verarbeitet werden, bei der Abspeicherung im Home Server eventuell korrumpiert werden. Das betreffe ‘Vista Photo Gallery’, ‘One Note’ für Office, Outlook, aber auch beliebte Finanzsoftware wie ‘Quicken’ und ‘Quickbooks’.

Nutzern wird geraten, Dokumente aus Backup-Dateien nicht zu bearbeiten und neu abzuspeichern, bis der Bug erfolgreich bekämpft ist. Microsoft versicherte, ein Spezialistenteam mit der Beseitigung des Fehlers beauftragt zu haben. Sie sollen das Leck innerhalb der Verarbeitung von verteilten Dateien des Home Server schließen.

Home Server ist eine speziell auf Endverbraucher und Kleingewerbe zugeschnittene Version von Windows Server 2003 und wurde vor etwa einem Jahr von Microsoft-Gründer Bill Gates angekündigt. Unter der Dokumentennummer KB946676 sollen Nutzer auf der Homepage des Herstellers aktualisierte Informationen finden.