Nokia Siemens schürft tiefer in TK-Kundendaten

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Die Abteilung für Konvergenz bei Nokia Siemens Networks (NSN) erhält schlagkräftigen Zuwachs.

Der Konzern mit Sitz im finnischen Espoo und in München hat Apertio, den britischen Spezialisten für teilnehmerorientrierte Abo-Dienste für Festnetz, Mobilfunk und konvergente Technik übernommen. Das teilte NSN jetzt mit.

Für einen Kaufpreis von etwa 140 Millionen Euro bekommt NSN datenseitige Echtzeit-Lösungen. Im Konkreten geht es um offene Betriebssysteme, Plattformen und Anwendungen, die den Aufbau nutzerzentrischer Lösungen für die Teilnehmer- und Abonnentenbasis erlauben.

Die Kunden sollen mit den Lösungen, die bald integriert werden sollen, ihre kostbarsten Besitztümer – die Teilnehmerdaten – effektiver gebrauchen können. Dabei ist die Integration von technischer Seite her ein Katzensprung: Apertios Flaggschiffprodukte sind bereits über eine intensive Partnerschaft mit den entsprechenden Lösungsgruppen von NSN integriert.

Für Jürgen Walter, Leiter der Abteilung für konvergente Produkte und Techniken bei NSN, steht jetzt das Rennen im Vordergrund, schnell und effektiv nahtlose Dienste anbieten zu können. Der Konzern rechnet, eigenen Angaben zufolge, noch im ersten Quartal mit der Bewilligung und dem Abschluss des Zukaufs. Dann sollen die ersten gemeinsamen Produkte folgen. Apertio bringt dafür eine solide Grundlage mit, denn die Kundenliste der Briten enthält Namen wie Orange, O2, Vodafone und T-Mobile.