IT-Dienstleister haben Angst vor SOA

Management

IT-Dienstleister, die für US-Behörden arbeiten, fürchten offenbar, dass Service-orientierte Architekturen (SOA) mehr Verbreitung finden.

Das geht aus der Studie ‘Service-Oriented Architecture: Where is it Now?’ hervor, die der US-Branchenverband ‘Input Executive Forum’ (Input) veröffentlichte.

Demnach fürchten die Auftragnehmer der US-Behörden, dass die mit der SOA-Einführung einhergehende Standardisierung die Nachfrage nach proprietären Lösungen verringern könnte. Viele Behörden ständen derzeit erst am Beginn der SOA-Einführung, sagte Deniece Peterson, Senior Analyst bei Input, dem Branchendienst Infoworld.

Eine Auswirkung von SOA könnte jedoch sein, dass die Behörden die Dienstleister nicht mehr beauftragten, neue Funktionen zu existierenden Systemen hinzuzufügen, sondern gezielt Services bestellen, die sie brauchen. Die Dienstleister sollten sich bereits jetzt auf diese Entwicklung einstellen, so Peterson.

Im Moment liefen etwa im US-Verteidigungsministerium, im FBI und in der NASA SOA-Projekte. Diese seien entweder klein oder noch in der Design-Phase. Die IT-Dienstleister sollten jedoch in der Lage sein, spezielle SOA-Services anzubieten, wenn die US-Behörden diese später brauchen.

Peterson ging auch auf die SOA-Probleme der US-Behörden ein. Viele der dort eingesetzten Lösungen wiesen proprietäre Komponenten auf. Zudem hätten die Behörden nur wenige Mitarbeiter, die sich mit SOA auskennen. Dies könnte wiederum den IT-Dienstleistern zu Gute kommen, hieß es von Peterson.