Rosige Zeiten für GPS-Geräte

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Nach Ansicht von Analysten werden die nächsten Jahre einen wahren Boom für GPS-fähige Navigationssysteme bringen, für den der europäische Markt maßgeblich mit verantwortlich sein wird.

Die Analysten von Berg Insight haben in ihrer jüngsten Studie bis zu 560 Millionen Geräte mit Global Positioning System (GPS) ermittelt, die bis zum Jahr 2012 im Einsatz sein werden. Im Jahr 2007 wurden nach Angaben von Berg Insight weltweit 175 Millionen GPS-Geräte genutzt.

Denn 2008 werden laut André Malm, Analyst für den Bereich Telekommunikation bei Berg Insight, alle großen Hersteller eine Menge an neuen GPS-fähigen Geräten auf den Markt bringen. Und im kommenden Jahr werde GPS schon zu einem Must-Have in allen mobilen High-End-Geräten.

Derzeit sind laut Malm GPS-Geräte, die Positionsinformationen über das von den USA kontrollierte Satellitensystem beziehen, vor allem in den Gebieten verbreitet, wo die Telefone auf der CDMA-Technologie basieren. Somit vornehmlich in den USA. Doch schon bald werde besonders in Europa die Annahme der GPS-Geräte mit einem 18-fachen Zuwachs rasant steigen.

“Im letzten Jahr schafften GPS-Geräte ihren großen Durchbruch außerhalb des US-Marktes, insbesondere durch Produkteinführungen von Nokia“, erklärte Malm. 2007 habe es noch etwa 5 Millionen Geräte auf dem europäischen Markt gegeben, bis 2012 soll die Anzahl aber auf 90 Millionen ansteigen.

Dieser Vormarsch von GPS wird gemäß Malm auch nicht von der Einführung von Galileo – GPS großem Konkurrenten in Europa – behindert. Denn Galileo hatte kürzlich mit der Finanzierung zu kämpfen und würde deshalb erst 2013 voll funktionsfähig sein. “Letztendlich werden wohl Receiver für GPS sowie Galileo in die mobilen Geräte integriert, doch das hat keinen Einfluss auf die derzeitigen Entwicklungen”, erklärte Malm.

Darüber hinaus werde die immer größere Nutzerbasis von GPS auch zur Entwicklung von neuen Anwendungen für die mobilen Geräte führen. “Wenn die Entwickler sich daran gewöhnen, dass sie von Positionsbestimmungen Gebrauch machen können, wird dieser Bereich ebenfalls rasant ansteigen”, spekulierte Malm.