Microsoft kommt McAfee und Symantec entgegen

EnterpriseProjekteSicherheitSoftwareSoftware-Hersteller

Microsoft will nach eigenen Angaben Teile der 64-Bit-Versionen des kommenden Betriebssystems Vista für die Hersteller von Sicherheitssoftware offenlegen.

McAfee und Symantec hatten Zugang zu Kernel-Informationen gefordert, um die eigenen Produkte aktualisieren zu können und sich in dieser Sache auch bei der Europäischen Kommission beschwert.

Microsoft (MS) kommt McAfee und Symantec jetzt entgegen und nimmt zwei Änderungen vor. Zum einen wird es ein neues Set von APIs (Application Programming Interface) geben. Die Anbieter von Sicherheitssoftware können dieses API-Set nutzen, um auf Kernel-Informationen zuzugreifen.

Redmond wird zudem APIs für das ‘Windows Security Center’ bereitstellen, Vistas neues Security Status Dashboard. Diese APIs sollen sicherstellen, dass im Fall eines Sicherheitsalarms nicht doppelte Warnungen verschickt werden, falls ein Anwender gleichzeitig ein Security Dashboard einsetzt, das nicht von Microsoft stammt.

Symantec nahm die Ankündigung zurückhaltend auf. Diese sei zwar ermutigend, sagte Firmensprecher Chris Paden dem Branchendienst Techweb. Vista komme jedoch bereits in einigen Wochen auf den Markt. Man habe diese Informationen schon “gestern gebraucht”. Bislang habe man “nichts gesehen”, sagte Paden dem Branchendienst Cnet.

Derweil ist unklar, wann die APIs zur Verfügung stehen werden. Diese müssten erst entwickelt werden, hieß es von Adrien Robinson, Microsoft Director Security Technology Unit. Möglicherweise seien sie nicht fertig, bevor Vista an die PC-Hersteller ausgeliefert werde.