Funkwerk scheidet aus dem Jammerchor aus

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Volle Kassen, volle Auftragsbücher

Funkwerk, Anbieter von TK-Technik geht mit gut gefüllten Auftragsbüchern in die letzten Monate des Geschäftsjahres. Bis September stieg der Umsatz des börsennotierten Thüringer Unternehmens um rund 65 Prozent auf 69,9 Millionen Euro, teilte der Vorstand mit. Der Auftragsbestand lag mit 104,1 Millionen Euro sogar um 63 Prozent über Vorjahresniveau.

Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank um acht Prozent auf 4,6 Million Euro. Er übertraf damit aber deutlich die Erwartungen, die wegen Investitionen in neue Produkte auf 2,2 Millionen Euro zurückgeschraubt wurden.

Das Unternehmen mit rund 600 Beschäftigten stellt Kommunikationstechnik für Bahn-Gesellschaften sowie Freisprech- und Verstärkeranlagen für die Automobilindustrie her. Neu aufgebaut wurde das Geschäftsfeld private Netze mit Kommunikationstechnik für Unternehmen und öffentliche Einrichtungen wie Krankenhäuser, das 1,5 Millionen Euro zum Betriebsergebnis beitrug.

“Funkwerk konnte sich erneut gegen den Trend behaupten”, sagte Vorstandschef Hans Grundner. Das hohe Umsatzwachstum in den ersten neun Monaten führte er auch auf eine verstärkte Nachfrage nach Bahn-Mobilfunktechnik sowie eine Firmenübernahme zurück. Die Funkwerk-Aktie reagierte auf die Zahlen an der Frankfurter Börse mit einem Aufschlag von 3,4 Prozent auf 16,85 Euro.

Nach bisherigen Prognosen des Vorstands peilt die Funkwerk-Gruppe in diesem Jahr eine Umsatzsteigerung von 50 Prozent auf 103 Millionen Euro an.