Deutsche Online-Broker wieder flüssig: E-Trade optimistisch

Management

Mit den Online-Brokern in Deutschland geht es offenbar wieder aufwärts. Nach DAB und Comdirect hat jetzt auch der Deutschland-Ableger des US-Anbieters E-Trade einen Gewinn für das laufende Jahr in Aussicht gestellt.

Mit den Online-Brokern in Deutschland geht es offenbar wieder aufwärts. Nach DAB und Comdirect hat jetzt auch der Deutschland-Ableger des US-Anbieters E-Trade einen Gewinn für das laufende Jahr in Aussicht gestellt.
Schon jetzt arbeite E-Trade in Deutschland profitabel, das Unternehmen habe im ersten Halbjahr 30 Prozent mehr Umsatz gemacht als im gleichen Vorjahreszeitraum, sagte Deutschland-Chef Dirk Piethe der Financial Times Deutschland. E-Trade profitiere vor allem von den Entlassungen der Großbanken: Die arbeitslosen Broker würden nun einzeln oder in Gruppen auf eigene Rechnung handeln und damit für weitaus höhere Durchschnittsumsätze sorgen, so Piethe. E-Trade bietet in Deutschland ausschließlich Trading-Dienste an, diese aber dafür an allen weltweit wichtigen Handelsplätzen.

Während so bei E-Trade viele Kunden auf mehr als 100 Küfe und Verkäufe kommen, sind bei DAB und Comdirect die Gelegenheitshändler dominierend. Aber auch die Töchter von Hypovereins- und Commerzbank hatten für das erste Quartal nach langer Durststrecke und Entlassungen erstmals wieder Gewinne ausgewiesen.

Der späte Einstieg von E-Trade im deutschen Markt für Online-Brokerage war mit größter Skepsis kommentiert worden. E-Trade ist neben den USA und Deutschland in weiteren zehn Ländern vertreten. Nachdem die gestrauchelte Consors an die französische BNP Paribas verkauft wurde, galt das Geschäftsmodell des Online-Brokerage als völlig unattraktiv. Jetzt zeichnet sich also doch wieder eine Erholung ab.