Icann-Reform ist nur Make-Up

E-GovernmentManagementRegulierung

Kritiker wieder ausgebootet

Die Internet-Regulierungsorganisation Icann hat sich auf ihrer Jahressitzung in Shanghai eine neue Richtung gegeben. Damit, meinen Kritiker, würden die Bemühungen um eine demokratische Öffnung des mächtigen Gremiums aus dem Jahr 2000 zunichte gemacht.

Öffentliche gewählte Nutzer-Vertreter, wie sie mit Andy Müller-Maguhn und Karl Auerbach im Direktorium saßen, soll es künftig nicht mehr geben. Zu groß scheint die Unruhe gewesen zu sein, die gerade Auerbach in das Gremium brachte. Nach mangelndem Informationsfluss hatte er sich vor Gericht das Recht erstritten, Einblick in die Entscheidungen der Icann zu erhalten.

Auerbach will nun Medienberichten zufolge versuchen, sich an einem Gegenentwurf zur Icann zu beteiligen. Beispielsweise versuchen Organisationen wie Newnet, eine alternative Vergabestelle für Domainnamen aufzubauen. Die Icann werde laut Auerbach schließlich “mehr und mehr zu einer Interessenvertretung des Big Business”.