Staatsanwalt ermittelt gegen Mobilcom-Schmid

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“Mir wurde die Pistole auf die Brust gesetzt …”

Mobilcom-Gründer Gerhard Schmid steht seit Freitag im Fadenkreuz der Staatsanwaltschaft. Ein Sprecher bestätigte am Freitag Abend, dass gegen den ehemaligen Vorstandschef wegen eines “Anfangsverdachts der Untreue” ermittelt werde.

Dabei geht es um ein Aktienoptionsgeschäft, mit dem Schmid rund 71 Millionen Euro an die Firma Millenium GmbH seiner Frau Sybille Schmid-Siondram transferiert haben soll. Während dessen geht der Streit um den Treuhänder für Schmids Firmenanteile weiter. Der einst gefeierte Gründer holte sich sowohl bei Ex-RTL-Chef Helmut Thoma eine Abfuhr, den er selbst vorgeschlagen hatte, als auch bei Mobilcom selbst, sowie der Bundesregierung.

Die Einigung auf einen Ausstieg von France Télécom und die weitgehende Entschuldung kam nur zustande, nachdem Schmid einem Treuhänder zugestimmt hatte. Das aber sei unter erheblichem Druck geschehen, der dem “Tatbestand der Nötigung” nahe komme, so Schmid. Er will nun den Hamburger Wirtschaftsprüfer Otto Gellert als seinen Treuhänder einsetzen, damit aber die gesamte Einigung mit France Télécom aufs Spiel setzen.