Google filtert Suchergebnisse in Europa

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Yahoo ging vor Gericht, Google passt sich schneller an

Der Suchmaschinenbetreiber Google setzt auf seinen Websites .de und .fr offenbar Inhalte-Filter ein. Die Forscher des Berkeley Center an der Harvard-Universität vermuten, Google wolle damit ähnlichen Klagen entgehen, wie sie beispielsweise Yahoo durchzustehen hatte. Demnach werden zum Beispiel Verweise auf Neonazi-Webseiten ausgeblendet.

Die Forscher kamen dem Suchmaschinenbetreiber auf die Schliche, indem sie in einer großangelegten Vergleichsstudie nach festen Parametern die Suchergebnisse von Google mit denen anderer Betreiber verglichen und auffallend viele Lücken feststellten.

“Wir haben herausgefunden, dass der Nutzer nichts davon erfährt, wenn eine Seite gestrichen wird”, so Ben Edelman, Cheftechniker des Berkeley Center gegenüber US-Medien. Das ist für ihn der eigentliche Skandal: “Sie stellen die Ergebnisse nach wie vor dar, als ob nichts wäre.”

Eine offizielle Bekanntmachung weist darauf hin, dass Google tatsächlich künftige Klagen abwenden will: “Wir entfernen die Seiten von unserem deutschen und französischem Angebot, die den dort geltenden Gesetzen nicht entsprechen.”

Hinweise geben demnach “Partner, Nutzer und die Regierungen selbst”, deren Anzeigen akribisch von der Rechtsabteilung von Google geprüft würden. Erst dann und “nur auf Anzeigen hin, die bei uns eingehen”, würden die Filter aktiv.