Stellenabbau bei Siemens gebremst

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Mehr Arbeitsplätze durch weniger Arbeitszeit

Der Aufstand der Arbeitnehmervertreter im Not leidenden Siemens-Bereich ICN hat gewirkt: Jetzt sollen statt 2000 nur maximal 1100 Arbeitsplätze am Standort München gestrichen werden.

Wie die Financial Times meldet, haben sich Betriebsrat und Management auf eine Kurzarbeitslösung geeinigt. Danach werden alle 5000 Mitarbeiter des Münchner Stammsitzes künftig pro Woche zweieinhalb Stunden weniger arbeiten.

Das rette rund 300 Jobs, hieß es. Außerdem sollen Fremdaufträge wieder verstärkt von Siemens selbst erledigt werden. Als weitere Maßnahme will das Management Arbeitnehmern den Abschied von der Firma durch eine Abfindung versüßen.

Die restlichen 1100 abzubauenden Stellen werden in eine Auffanggesellschaft eingebracht, die für zwei Jahre 85 Prozent des Nettolohns zahlt. Die dort Beschäftigten haben damit Zeit, sich um einen neuen Job zu bemühen.