Englands ISPs pfeifen auf Überwachung

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Polizei darf nicht an Daten ran

Das geplante britische Gesetz zum Thema Datensicherheit stößt bei der Internet-Industrie und bei Bürgerrechtlern auf Ablehnung. Die Londoner Regierung will mit der Verordnung Telco-Unternehmen dazu verdonnern, Daten ihrer Telefon- und Internetkunden bei Bedarf ohne Einwilligung der jeweiligen Person anzugeben. Damit hofft die Polizei, leichter mögliche kriminelle Aktivitäten auszuforschen.

Bürgerrechtler und auch die Industrie wehren sich gegen diesen Gesetzesvorschlag. Die Internet Service Providers Association (ISPA) hat ihre Mitglieder aufgefordert, den Regierungswunsch nicht zu befolgen. Der Datenschutz würde damit ausgehebelt, deswegen sei man dagegen, erklärte ein ISPA-Sprecher. Die Organisation kann sich dagegen vorstellen, Daten bekannt zu geben, wenn ein richterlicher Bescheid vorliegt.

Nächste Woche sind zu diesem Thema Gespräche zwischen Regierung, Industrievertretern und Datenschützern geplant.