Lucent lässt der Schwindsucht freien Lauf

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Fast jeder vierte Mitarbeiter soll gehen

Der schwer angeschlagene amerikanische TK-Ausrüster Lucent Technologies will weitere 10 000 Stellen streichen und einen aggressiveren Umstrukturierungsplan umsetzen. Zugleich kündigte das Unternehmen einen deutlich höheren Verlust im gerade abgeschlossenen vierten Quartal an als bisher erwartet.

Lucent, der größte amerikanische Telekomausrüster, hatte bereits in den vergangenen Jahren wegen der dramatisch gefallenen Nachfrage riesige Verluste verbucht und massiv Stellen abgebaut. Die Zahl der Beschäftigten soll jetzt auf nur noch 35 000 sinken. Weitere Details will das Unternehmen in knapp zwei Wochen bei der Vorlage der Jahresergebnisse bekannt geben.

Lucent rechnet damit, dass der Umsatz im Schlussquartal im Vergleich zu den drei Monaten davor um 20 bis 25 Prozent gefallen ist. Das Unternehmen setzte im dritten Quartal 2,95 Milliarden Dollar um. Die Kosten sollen jetzt so stark sinken, dass es schon bei einem Umsatz von 2,5 Milliarden Dollar schwarze Zahlen geben könnte. “Wir wollen trotz der Marktherausforderungen im Geschäftsjahr 2003 wieder profitabel werden”, kündigte Lucent-Chefin Patricia Russo an.

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