Telekoms Kandidaten-Karussell immer rasanter

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IBM-Chef Staudt dementiert jegliche “Absichten”

Die Kür eines neuen Vorstandsvorsitzenden für die Deutsche Telekom ist Medienberichten zufolge noch völlig offen. Ungeachtet der anhaltenden öffentlichen Spekulationen um einen Nachfolger für Helmut Sihler dürften die Würfel demnach erst Ende November oder im Dezember fallen. Sihler hatte zuvor stets deutlich gemacht, dass der neue Top-Manager bis Jahresende präsentiert werden soll. Unterdessen wird die in der Öffentlichkeit gehandelte Liste möglicher Kandidaten immer länger.

Die Bild-Zeitung zitierte am Samstag ein internes Schreiben Sihlers an 100 Führungskräfte der Telekom, nach er man mit einer Entscheidung Ende November rechnet. Der langjährige Telekom-Chef Ron Sommer war im Juli zurückgetretenen.

Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins Spiegel ist bisher allerdings mit keinem der in der Öffentlichkeit gehandelten Kandidaten überhaupt gesprochen worden. Dies habe Sihler im kleinen Kreis seiner Manager gesagt. Das gelte auch für den kurzfristig als Top-Favorit gehandelten Post-Chef Klaus Zumwinkel.

“Über dessen Verhalten, entsprechende Spekulationen nicht sofort zu dementieren, war Sihler so verärgert, dass er sich bei Zumwinkel persönlich beschwerte”, schreibt das Magazin. Bis Anfang November solle eine Kandidatenliste stehen, die endgültige Entscheidung werde im Dezember verkündet.

Telekom-Manager vermuten dem Spiegel zufolge, dass auf der Liste auch der frühere Alcatel-Manager Gottfried Dutiné steht, der heute als einziger Deutscher im Vorstand des niederländischen Elektroriesen Philips sitzt. Dem Nachrichtenmagazin Focus zufolge gilt auch IBM-Deutschland-Chef Erwin Staudt als aussichtsreicher Kandidat. Staudt dementierte dies allerdings bereits: “Mit mir hat niemand gesprochen. Ich bin IBM-Chef und habe keine anderen Ambitionen”, sagte er der Bild-Zeitung heute.

Neben Zumwinkel waren zuvor unter anderem auch der Chef der Telekom-Tochter T-Mobile, Kai-Uwe Ricke, Telekom-Finanzvorstand Karl-Gerhard Eick sowie der frühere Chef des Bundesverbands der Deutschen Industrie, Hans-Olaf Henkel, Porsche-Chef Wendelin Wiedeking und der Deutsche-Bank-Vorstand Hermann-Josef Lamberti in den Medien als Aspiranten auf den Telekom-Chefsessel genannt worden.

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