Telekom mit Beschwerde gegen Großhandels-Flatrate erfolgreich

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Enttäuschung bei den Konkurrenz-ISPs

Die Liberalisierung des Internetzugangsgeschäfts kommt in Deutschland nicht voran. Das Verwaltungsgericht Köln hat jetzt eine Anordnung der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) von Anfang Juli für nichtig erklärt, wonach die Deutsche Telekom ihre Infrastruktur den Mitbewerbern für Internetzugänge anbieten muss.

Das Gericht folgte damit einem Eilantrag des Bonner Konzerns vom 8. Juli. Zur Begründung hieß es, die Vorleistungs-Flatrate müsse nicht angeboten werde, weil die Telekom ein solches Produkt weder intern noch dem Endkunden anbiete. Deshalb könne das Unternehmen nicht zu solchen Leistungen gegenüber der Konkurrenz verpflichtet werden.

Die konkurrierenden Anbieter hatten argumentiert, dass ein konzerninternes Angebot an den Internet-Serviceprovider T-Online die Mitbewerber derart benachteilige, dass der Wettbewerb behindert werde. Viele ISPs hatten darauf gehofft, über die Forderung der RegTP einen günstigen Zugang zum Kunden zu bekommen, wodurch sich auch wieder schmalbandige Flatrate-Angebote über Modem- oder ISDN-Verbindungen rechnen könnten.

Bei der RegTP wird jetzt geprüft, ob man in Berufung geht. Zu den Aussichten wollte sich ein Sprecher der Behörde nicht äußern.