DSL, die Brechstange für TK-Riesen

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Nachzügler im Internet-Zugangsgeschäft können einpacken

Der Preissturz bei abgespeckten DSL-Internetzugängen der vergangenen Monate wird weit reichende Folgen haben und den Markt bereinigen. Wichtigstes Überlebenskriterium, so meinen die Analysten von Forrester Research, sei die Trennung von Zugangsdienstleistungen und Portalgeschäft. Weder AOL Time Warner noch Vivendi oder Terra Lycos hätten damit Erfolg gehabt.

In der Folge würden die Internet-Serviceprovider (ISPs) aus der zweiten Reihe sowie Portalbetreiber mit angeschlossenem Zugangsdienst abgedrängt und aussterben, so die Analyse. Damit sei das Schicksal beispielsweise von Tiscali besiegelt.

Angesichts der ungeklärten Situation auf dem deutschen Kabelmarkt setzen die Experten von Forrester zudem keine Hoffnung mehr, dass die Betreiber den Telcos mit ihrer DSL-Marktmacht noch auf den Pelz rücken können. Die britischen Anbieter NTL und UPC stecken zudem in großen wirtschaftlichen Schwierigkeiten.

Schließlich erwarten die Marktbeobachter, dass die TK-Größen ihre Vorteile in Zukunft besser ausspielen und Sprachtelefonie, Internetzugang und weitere Breitbanddienste im Paket anbieten. Die Kabelnetzbetreiber müssten ihre Netze deshalb schleunigst öffnen und Kapazitäten vermieten, anstatt auf eigene Vermarktung zu setzen, so die Forderung.