IP-Services auf der Gewinnerstrasse

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ATM und Frame Relay verlieren

Trotz der Konjunkturflaute hellt sich die Zukunft für die Anbieter von IP-basierenden Dienstleistungen auf.

Die Zahl der Unternehmen, die Telekommunikationsdienstleistungen auf Basis des Internet-Protokolls (IP) in Anspruch nehmen, wächst immer schneller. Diese Erkenntnis ziehen zumindest die Marktforscher von IDC aus ihrer jüngsten Umfrage unter europäischen WAN-Managern.

Danach hat in diesem Jahr eine Trendwende stattgefunden: Zum ersten Mal in den sechs Jahren, in denen diese Umfrage regelmäßig durchgeführt wird, habe sich der Einsatz von zellbasierenden und Frame-basierenden TK-Services verringert. Solche Dienste sind beispielsweise ATM oder Frame Relay, die auf Langstrecken teilweise mit IP-Diensten konkurrieren.

Die Umfrage nennt zwei Gründe für den Wandel. Zum ersten sei das Vertrauen der Anwender in Virtuelle Private Netze (VPNs) auf IP-Basis gewachsen; die User fürchteten nicht länger um die Sicherheit ihrer Datenverbindungen. Aus diesem Grund gäben sie häufig den IP-VPNs gegenüber den viel teureren Mietleitungen und Festverbindungen den Vorzug, erklärte eine IDC-Research-Manager Jill Finger.

Zum anderen sei das Interesse an Videokonferenz-Anwendungen auf Basis der Internet-Technik weiter gestiegen, so Finger. So setzen bereits jetzt 8 Prozent der Befragten derartige Lösungen ein, weitere 17 Prozent planen ihre Installation im kommenden Jahr. Dem gegenüber lasse das Interesse an traditionellen Videokonferenzsystemen auf ISDN-Basis stark nach.

Insgesamt aber, so die Studie, seien die Unternehmen derzeit ausgesprochen vorsichtig, was die Veränderung der Kommunikationsinfrastrukturen anbelange.