Sonera verschiebt UMTS-Start

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Auch Nordlichter haben an der Telco-Krise zu knabbern

Die finnische TK-Konzern Sonera wird UMTS voraussichtlich erst ab der zweiten Jahreshälfte 2003 anbieten. Statt wie geplant gestern den Startschuss zu geben, würde erst im vierten Quartal des Jahres eine interne Pilotphase anlaufen, sagte Investor-Relations-Direktor Jari Jaakkola.

Mit den Plänen rund um die dritte Mobilfunkgeneration hat Sonera nicht unbedingt Glück. Größter Reinfall war wohl der Versuch, den deutschen Markt zu erobern. Soneras deutsche Mobilfunkmarke Quam hat nach nur wenigen Monaten das UMTS-Geschäft aufgegeben. Die Firma hat mittlerweile ihre gesamten UMTS-Investitionen in Deutschland, 4,28 Milliarden Euro, abgeschrieben.

Unterdessen hat der britische Telekomkonzern Vodafone sein geplantes UMTS-Netz für Irland beim finnischen Handy-Hersteller Nokia bestellt. Wie Nokia-Sprecherin Tuula Putkinen heute in Helsinki mitteilte, hat der Auftrag einen Wert von 100 Millionen Euro. Die Lieferungen sollen im Oktober beginnen. Gleichzeitig hat Nokia sein erstes Handy für die neue Mobilfunktechnik vorgestellt.