Ciena stolpert über Langstrecken-Switch

EnterpriseMobile

Luftblasen der letzten zwei Jahre platzen eine nach der anderen

Urspünglich war er als neues Flaggschiffprodukt des US-Glasfaserunternehmens Ciena gedacht, der Core-Director-Switch K2. Nun zeigt sich aber mehr und mehr, dass der mit der Akquisition des Anbieters Cyras erworbene Switch für Metropolitan und Wide Area Networks (MAN und WAN) nichts tut, außer Kosten zu produzieren.

Der Switch ist seit dem Zukauf im März letzten Jahres dafür gedacht, das gleichwertige Pferd aus dem Cisco-Stall den Cerent ONS 15252, Staub schlucken zu lassen. Allerdings soll der Switch schon bei der Akquisition nicht einmal im Teststadium gewesen sein, geschweige denn, dass der ehrgeizige Zeitplan für die Markteinführung eingehalten werden konnte. Das Branchemedium Light Reading zitiert eine anonyme Quelle mit folgenden Worten: “Ciena könnte die K2-Entwicklung ganz einstellen.”

Auch wenn Ciena-Manager Denny Bilter die Vermutung als nichtig abtut, so weist Analyst Michael Howard von Infonetics Research doch auf einige Unstimmigkeiten hin. So habe Ciena zwar behauptet, dass vier Kunden sich für den K2 entschieden hätten, und er vermutet daher, dass das Unternehmen “einige zehn Millionen Dollar an Umsatz” mit dem Switch gemacht habe. Die Firma habe das allerdings nicht mit Zahlen oder Namen belegen können.