Mobilcom dementiert Absetzungsbewegung der FT

EnterpriseMobile

Gerade noch mal Geld bekommen – und jetzt das Aus?

Vorstand und Aufsichtsrat des deutschen Mobilfunk-Anbieters Mobilcom haben Gerüchte dementiert, wonach sich ihr Mehrheitsaktionär France Télécom vollständig zurückziehen will. Dafür gebe es keine Anhaltspunkte, hieß es am Firmensitz in Büdelsdorf. Das Management gehe davon aus, dass FT ihre vertraglichen Verpflichtungen auch weiterhin einhalten werde.

“Auch die Vereinbarung mit den Banken und die Einigung mit Nokia sind deutliche Zeichen für eine gemeinsame Zukunft”, heißt es weiter. Angeblich haben die Franzosen gerade noch 30 Millionen Euro an die Mobilcom überwiesen. “Das tut man nicht, wenn man einen Partner fallen lassen will”, sagte Firmengründer Schmid, der inzwischen als Vorstandschef entlassen wurde. Auch Mobilcom bestätigte, dass France Télécom stets ihren Verpflichtungen nachgekommen sei.

Der französische Konzern, mehrheitlich noch immer in staatlichem Besitz, sei dazu verpflichtet, die Finanzierung aufrecht zu erhalten. Sollte FT dennoch den Geldhahn zudrehen, müsste Mobilcom Insolvenz anmelden. 5000 Arbeitsplätze sind dann in der strukturschwachen Region bedroht.

Die Mobilcom-Aktie stürzte im Handelsverlauf vorübergehend um mehr als 65 Prozent ab und notierte am späten Nachmittag bei nur noch 2 Euro – mit 4,50 Euro war sie in den Handel gegangen.