Telekom zaudert beim Voicestream-Ausverkauf

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Gespräche mit Cingular kurz vor dem Abschluss

Die beiden US-Mobilfunkunternehmen Voicestream Wireless und Cingular Wireless haben sich offenbar weitgehend über eine enge Zusammenarbeit oder Fusion geeinigt. Das meldet die Financial Times Deutschland und beruft sich dabei auf Verhandlungsteilnehmer. Die Telekom-Tochter Voicestream, auf dem amerikanischen Markt nur Nummer 6 und seit dieser Woche mit dem Label “T-Mobile USA” ausgestattet, könnte ihre wenig aussichtsreiche Lage dadurch deutlich verbessern.

Telekom-Vorstandschef Helmut Sihler plant dem Bericht zufolge auch, zwischen 4 und 5 Milliarden Euro an Schulden der Konzerntochter zu übertragen. Die Interims-Spitze hatte sich zum Ziel gesetzt, den Berg von 64 Milliarden Euro an Verbindlichkeiten schneller zu reduzieren, als Sihlers Vorgänger Ron Sommer das geplant hatte.

Allerdings will sich der Bonner Konzern offenbar auch nicht zu billig verkaufen. Über den geeigneten Zeitpunkt einer Fusion sowie über den zukünftigen Einfluss gebe es noch Meinungsverschiedenheiten zwischen Voicestream und Cingular, heißt es.

Sollte, wie geplant, bis Ende Oktober eine Einigung feststehen, dann könnte Cingular zusammen mit T-Mobile USA dem Marktführer Verizon tatsächlich seine Spitzenposition streitig machen. Angesichts der prekären Notierung der Telekom-Aktie wäre das allein schon ein gewaltiger Image-Schub für die Telekom und den kommenden Vorstandschef.