Nortel warnt vor falschen TK-Hoffnungen

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Kein Aufschwung für 2003 in Sicht

Der amerikanische TK-Ausrüster Nortel hat den Erwartungen in der Branche für das kommende Jahr einen deutlichen Dämpfer verpasst. Weder die Carrier noch die sonstigen Unternehmenskunden würden ihre Investitionen auf absehbare Zeit aufstocken, machte Nortels President Frank Plastina auf einer Investorenkonferenz deutlich. Er ist zuständig für Metropolitan und Enterprise Networks.

Außerdem erwarte er einen weiterhin schwachen TK-Markt vor allem in Nordamerika und Europa, so Plastina weiter. Anlass zu verhaltener Hoffnung gebe der asiatische Markt, sobald die Unternehmen in China wieder investieren würden.

Nortel selbst sei allerdings zufrieden mit der eigenen Geschäftsentwicklung. Auf welch niedrigem Niveau sich das abspielt, wollte Plastina nicht näher erläutern. Gerade erst hat das Unternehmen angekündigt, seine Belegschaft um weitere 7000 Beschäftigte auf 35 000 zu reduzieren. Noch immer wird fieberhaft nach einem Käufer für die Glasfasersparte gesucht, die in jedem Fall zum Ende des dritten Quartals ihren Betrieb einstellen soll.

Angesichts von Hiobsbotschaften und Krisenstimmung mag die aktuelle Zusage für die Forschungsausgaben womöglich die Gemüter etwas beruhigen: Nach 3,2 Milliarden Dollar werden es im laufenden Jahr zwar nur noch 2 Milliarden sein. Andere TK-Unternehmen haben hier allerdings weit stärker zusammengestrichen.