Kein Halten mehr: Nortel entlässt weiter

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Netzwerkausrüstung in den USA läuft besonders schlecht

7000 Mitarbeiter will der kanadische Netzausrüster Nortel Networks bis Ende dieses Jahres entlassen. Das berichtet heute der Wirtschaftsdienst Bloomberg.

Dieses Mal macht der Konzern explizit die schlechte Auftragslage in den USA dafür verantwortlich, dass gespart werden müsse. Dem Zulieferer der TK-Industrie bricht ganz einfach die Kundschaft weg. Global Crossing zum Beispiel steht unter Gläubigerschutz und Sprint hat praktisch eine Ausgabensperre verhängt.

Die Umsatzprognose für das laufende Quartal sieht daher schlecht aus. Die Nortel-Einnahmen werden unter den Voraussagen liegen.

Nach Angaben einer Firmensprecherin soll der Umsatz noch einmal 10 Prozent unter dem des zweiten Quartals 2002 liegen, den Nortel mit 2,77 Milliarden Dollar angab.

Angestrebt hatten die Kanadier einen Umsatz von 3,2 Milliarden. Doch Analysten hatten von vorneherein gewarnt, das Umsatzziel liege zu hoch.

So hatte Nortel erst im Juni angekündigt, seine Belegschaft um 3500 Mitarbeiter auf 42 000 schrumpfen zu lassen. Tatsächlich sollen nun doppelt so viele Beschäftigte das Unternehmen verlassen.

Von den ehemals 95 000 Angestellten bleiben dann noch 35 000 übrig – eine Zahl, die es Nortel ermöglichen soll, mit einem Umsatz von weniger als 2,6 Milliarden Dollar pro Quartal profitabel zu arbeiten.