Nie mehr Zähler ablesen: Siemens-Technik erledigt das per Funk

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Wenn Stromzähler mit Wärmemessern elektronisch plaudern

Elektronik = Service? Wenn die Strom, Gas- und Wasserversorger der Siemens AG folgen, geht diese Rechnung vielleicht auf. Der Konzern will auf der Berliner Messe e/home Ende des Monats ein Funksystem vorstellen, das Verbrauchszähler aus der Ferne ablesen kann.

Das Zähler-Fernauslesesystem kann Warm- und Kaltwasser erfassen, die Raumwärme messen und damit auch die Verteilung der Heizkosten in Gebäuden ermitteln. Über einen Impulsadapter ließen sich auch Strom und Gaszähler integrieren.

Dabei arbeiten die entwickelten Messgeräte als Sender, die die gesammelten Daten an so genannte Datensammler weiterleiten. Diese können sowohl empfangen als auch senden. Dadurch entsteht ein Netz, das jederzeit alle Verbrauchswerte parat hat. Außerdem sind die Informationen nahezu von jeder Stelle im Netz aus lesbar. Siemens hat auch ein Gateway entwickelt, das sowohl Festnetzmodems unterstützt, als auch eine Datenübertragung im GSM-Netz oder via Breitband ermöglicht.

Dem Funknetz steht die Frequenz 868 Megahertz zur Verfügung, die europaweit für Sonderdienste freigegeben ist. Störungen durch andere Funkdienste sind daher nahezu ausgeschlossen.

Die Installation soll für den Stromkunden dann genauso komfortabel erfolgen wie das Ablesen des Verbrauchs. Es sei unnötig, so der Hersteller, eine Wand aufzureißen. Das Netz bilde sich von alleine, die Messgeräte melden sich automatisch an.