Deutsche Bank sucht wieder Telecolumbus-Käufer

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Die vergrabenen Schätze werden immer billiger

Die Deutsche Bank sucht wieder einen Käufer für den Fernsehkabelnetzbetreiber Telecolumbus. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung unter Berufung auf Branchenkreise.

Im Februar war ein Teilverkauf des Unternehmens an den US-Medienriesen Liberty Media am Widerstand des Kartellamtes gescheitert. Telecolumbus sei den sechs Bietergruppen angeboten worden, die sich auch für das ebenfalls zum Verkauf stehende Fernsehkabelnetz der Deutschen Telekom interessieren würden, heißt es.

Bei den angefragten möglichen Telecolumbus-Käufern handele es sich vor allem um Finanzinvestoren wie Goldman Sachs Capital Partners oder Apax Partners. Auf früherer Basis sei das Unternehmen rund 1,1 Milliarden Euro wert gewesen, inzwischen sei ein deutlich niedrigerer Verkaufserlös zu erwarten.

Telecolumbus ist mit 2,3 Millionen angeschlossenen Haushalten eine der größten Kabelnetzgesellschaften in Deutschland. Unternehmen wie Telecolumbus überbrücken die letzte Meile zwischen dem Telekom-Kabelnetz und den Haushalten.

Deshalb gilt das Unternehmen als attraktiv für Käufer der Telekom-Kabel. Allerdings könnte das Kartellamt Einspruch gegen eine Zusammenführung von Telekom-Kabel und einem Endkunden-Anbieter wie Telecolumbus erheben. Schon Liberty scheiterte mit dem Versuch, beide Bereiche zu kaufen, am Veto der Wettbewerbshüter.

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