Agere gibt Lichtwellenleiter-Sparte auf

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“Katastrophaler Einbruch” lässt Umsätze schwinden

Der amerikanische Netzwerkausrüster Agere Systems will sich von seiner Lichtwellenleiter-Sparte trennen. Dafür werde zwar momentan ein Käufer gesucht, zum Ende Juni 2003 werde der Betrieb hier aber auf jeden Fall eingestellt, teilte das Unternehmen mit.

Im Vergleich zum Vorjahr war der Jahresumsatz offenbar von 1,2 Milliarden Dollar auf nur noch 224 Millionen geschrumpft und erreichte damit einen Anteil am Gesamtgeschäft von nur noch 10 Prozent. Von den 11 200 Beschäftigten sollen rund 400 entlassen werden. Ziel sei es, schon mit einem Quartalsumsatz von 500 Millionen Dollar aus der Verlustzone zu kommen – bisher lag diese Marke bei rund 700 Millionen.

Das Marktforschungsunternehmen RHK geht darüber hinaus von einer anhaltend schlechten Lage au dem TK-Ausrüstungsmarkt aus: Von den weltweit 7 Milliarden Dollar im Jahr 2000 soll die Branche in diesem Jahr auf 2,3 Milliarden zusammenschnurren. Ursache für die äußerst prekäre Lage der Netzwerkausrüster im TK-Umfeld ist der de-facto Ausgabestopp der meisten Unternehmen.

In der Branche wird nun aber ein harter Kampf um die Agere-Geschäfte erwartet. Denn durch den Ausfall eines Konkurrenten verbessert sich die Lage desjenigen Unternehmens entscheidend, das den vakanten Bereich im Moment des Aufschwungs abdecken kann.