USA testen Instant Messenger gegen Terror und Katastrophen

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20-Millionen-Dollar-Auftrag für IBM

Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste und anderes Notfallpersonal in der amerikanischen Bundeshauptstadt Washington, D.C. sollen nach den gravierenden Kompatibilitätsproblemen der Vergangenheit bald mit einem drahtlosen Netzwerk arbeiten, um sich untereinander zu verständigen und gemeinsam auf Datenbanken zugreifen zu können. Es ist nach Angaben der Beteiligten das erste Projekt dieser Art. IBM wird den 20-Millionen-Dollar-Auftrag in den kommenden beiden Jahren umsetzen.

Mit dem System sollen alle Beteiligten schnell auf aktuelle Informationen zugreifen können – egal ob Verkehrsunfall oder Terroranschlag. Aufwändige Synchronisation und umständliche Abstimmungsprozesse entfallen. Jeder User erhält zu jeder Zeit die gleichen Daten. Mitarbeiter der verschiedenen Gruppierungen können sich in “elektronischen Chat Rooms” treffen, verbunden über Laptop, Handhelds oder Mobiltelefone.

Das Netzwerk heißt “Capital Wireless Integrated Network” (CapWIN). Es entspricht den FBI-Sicherheitsstandards für drahtlose Netzwerke. 10 000 User können integriert werden. Neue Hardware ist angeblich nicht nötig.

Den Anstoß für das System gab neben den Kommunikationsproblemen von Feuerwehr und Polizei in New York beim Terroranschlag vom 11. September 2001 ein Unfall auf einer Brücke zwischen Virginia und Maryland. Beamte aus beiden Staaten eilten herbei – überflüssigerweise. Schuld an dem Riesenaufgebot an Polizei war, dass die Kommunikationstechniken der beiden Seiten nicht zusammenpassten.