Bandbreitenüberhang: Auch Metronetze gefährdet

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Goldgräber geben Totengräbern bald die Schaufel in die Hand

Auch bei den Stadt- und Umlandnetzen, den so genannten Metropolitan Area Networks (MANs), zeichnet sich ein Wachstumsstop ab. Bereits jetzt schlägt das Angebot die Nachfrage im Stadtbereich auf dem US-Markt bei weitem. Das ergab eine Untersuchung des TK-Marktforschungsinstituts Telegeography. So betrage der Prozentsatz, den der Bedarf im Stadtnetz gegenüber der verfügbaren Kapazität ausmache, lediglich fünf Prozent.

Studiendirektor Tim Stronge von Telegeography stellte aber auch fest, dass sich der Überhang in stadtinternen Netzen im Vergleich zu dem im Weitverkehrsnetz noch überschaubar gestalte. Hier mache der Bedarf gerade mal drei Prozent der angebotenen Bandbreite aus.

Die Untersuchung zeige deutlich, dass die Goldgräberstimmung in den Speckgürteln um die großen Städte herum bald erschöpft sein dürfte – bis die versprochenen “Bandbreitenfresser” wie gestreamte Inhalte oder Grafikdateien massenhaft versendet würden. “Wir beobachten”, warnt Stonge, “dass entgegen der landläufigen Meinung im Markt die Bandbreite im Metropolitan-Bereich um nichts weniger an den Kundenbedürfnissen vorbeigeht als die im Weitverkehrsnetz.”