Japaner preschen mit IPv6-Ideen vor

EnterpriseMobile

Mehr Adressen ist gar nicht so wichtig

Auf dem IPv6-Kongress (Internet Protocoll, Version 6) in San Diego hat die NTT-Tochter Verio erste Anwendungsmöglichkeiten gezeigt. Der Spezialist für IP-Lösungen sieht vor allem in der Maschine-zu-Maschine-Kommuikation großes Potenzial für das Nachfolgeprotokoll von IPv4.

Beispielsweise könnten Parameter in der Industriefertigung mit IPv6 einfacher übertragen und überwacht werden, völlig unabhängig vom Standort. Darüber hinaus bietet Verio schon jetzt einen Tunneling-Dienst an, mit dem v6-Traffic über klassische IPv4-Verbindungen übertragen werden kann. Schließlich ist v6 ja abwärts kompatibel.

Aus Sichtweise von Verio scheint die Erweiterung des Adressraums durch den Sprung von 32- auf 128 Bit-Adressen eher unbedeutend. Allerdings sei die Vision des Unternehmens, so heißt es, dass sämtliche Geräte eines Haushalts auch über Fernzugriff ansprechbar und steuerbar sein sollen.

Damit die Kaffee- oder Waschmaschine eine eigene IP-Adresse bekommen könnten, müsse natürlich der Adressraum erweitert werden. Wichtiger erscheint da zunächst die Verbesserung der Datenübertragung an sich. Wenn Audio- und Video-Streams mit höherer ‘Quality of Service’ übertragen würden und damit weniger Pakete verloren gingen, könnte das den erhofften Durchbruch in der Nutzung bringen.