Forscher warnen: Risiko für Internet-Kollaps steigt

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Knoten in Gefahr, zerschlagen zu werden

Die verwundbarsten Stellen im Internet sind noch immer die Knotenpunkte, die in Zentren wie Großstädten die ankommenden Informationsströme auffangen und weiterleiten. Die Nodes haben sich sowohl bei simulierten, als auch bei echten Attacken als empfindlich und zu wenig geschützt erwiesen. Zu diesem Ergebnis kommen jetzt Wissenschaftler der Universität Ohio State.

Sie weisen darauf hin, dass ein zerstörter Verbindungsknoten sich wellenartig auf die gesamte Informationslandschaft auswirkt. “Wenn ein solcher Knoten zerstört werden kann, brechen alle hier mittelbar oder unmittelbar angeknüpften Verbindungen nach und nach ab – dieser Effekt lässt sich kaum aufhalten”, so Professor Tony Grubesic.

Er verweist darauf, dass das Internet in seinen Anfangstagen dezentralisiert gewesen sei. Das habe den Nachteil gehabt, dass Kommunikation zum Teil umständlich und langwierig werden konnte. Die nun zentralisierte Struktur der Internet-Landkarte mit den im Vergleich zu allen anderen Verbindungen geradezu überdimensional starken Kommunikationskanälen zwischen Europa und Nordamerika, sowie zwischen Nordamerika und Asien, machten das Netz anfälliger für gezielte Angriffe.