DSL über Kabel – in der Leider-leider-Version

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Halt, Analogmodems nicht wegwerfen!

Der Internet-Dienstleister Teles hat sich mit dem Kabelnetz-Betreiber Bosch Breitbandnetze zusammengetan, um den 1,4 Millionen Kunden dieser Bosch-Sparte einen Web-Zugang via Kabel anzubieten. Weil aber die Investitionskosten niedrig bleiben sollen, verzichten die Unternehmen auf eine Rückkanalfähigkeit der Netze. Wie bei der Anbindung über einen Satellitenkanal ist also eine Wählverbindung nötig.

Teles verspricht eine Downstream-Bandbreite von 16 MBit/s, über Preise und sonstige Konditionen wird noch nicht gesprochen. Technisch wird der “Cable-DSL” genannte Zugang über den Satellitenweg realisiert, die Daten dann direkt in die Bosch-Netze vor Ort eingespeist.

Nach Teles-Angaben gibt es bereits Gespräche mit weiteren Kabelnetzbetreibern für ähnliche Kooperationen. Bosch Breitbandnetze zeigt sich auf der Unternehmens-Website überzeugt, dass das Breitbandkabel vor einer großen Zukunft stehen – denn die Killer-Applikation Fernsehen werde über den digitalen terrestrischen Weg, DAB und DVB-T, keinen großen Erfolg haben, meint Breitband-Bosch.