Telekom büßt für Wettbewerbsbehinderung

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Lektion: Ehrlich währt am längsten

Der Deutschen Telekom droht ein Bußgeld in Millionenhöhe. Der Verdacht der Wettbewerbsbehinderung im Ortsnetz hat sich offensichtlich bestätigt. Die Brüssler EU-Kommission ermittelt bereits seit einem Jahr in diesem Fall. Nach Angaben der Financial Times Deutschland ist diese Mitteilung jedoch noch nicht bestätigt, eine offizielle Entscheidung soll erst am 28. Mai bekannt gegeben werden.

Die Kommission hatte der Telekom in einem förmlichen Kartellverfahren vorgeworfen, Konkurrenten müssten höhere Netzzugangs-Gebühren zahlen als Telekom-Endkunden. Außerdem seien bisher überhaupt nur vier Prozent der Leitungen auf der sogenannten Letzten Meile – der Leitungsabschnitt vom Hauptverteiler bis zur Netzwerk-Steckdose – tatsächlich zur Verfügung gestellt worden. Das behindere den Wettbewerb.

Die Kommission plane jetzt, die Großhandelspreise für die Leitungen zu senken, heißt es. Eine Preiserhöhung für die Endkunden, wie es die Telekom vorgeschlagen hatte, unterstützen die Behörden dagegen nicht. In einem weiteren Kartellverfahren wird derzeit wegen angeblich überhöhten Gebühren bei Handy-Auslandsgesprächen ebenfalls gegen die deutsche Telekom ermittelt.