Mobilcom-Aktionäre stimmen Sanierungsplan zu

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Bald wieder schwarze Zahlen …?

Mit großer Mehrheit haben die Mobilcom-Aktionäre dem Sanierungsplan des Unternehmens am späten Montag Abend zugestimmt. Die Stimmabgabe war wichtigster Tagesordnungspunkt auf der außerordentlichen Versammlung in Düsseldorf, die zeitweise tumultartig verlief. Vorstandschef Thorsten Grenz warnte: “Scheitert das Abkommen, muss Mobilcom Insolvenz anmelden.”

Jetzt kann der Vertrag In-Kraft-Treten, nach dem France Télécom die UMTS-Schulden des Unternehmens übernimmt. Die Hauptversammlung des französischen Staatsunternehmens muss nun noch im kommenden Monat zustimmen.

Die Mobilcom-Kleinaktionäre verurteilten in Hamburg den Einstieg ins UTMS-Geschäft als falsche Unternehmensstrategie: UTMS sei einfach zu groß für Mobilcom gewesen und “Sie haben uns die Suppe eingebrockt”, wurde Firmengründer und Ex-Vorstandschef Gerhard Schmid vorgeworfen.

Die geschäftliche Situation des Unternehmens sei weiterhin nicht gut, vor allem durch Besorgnis erregende Verluste im Kerngeschäft, aber dennoch stellte Grenz schwarze Zahlen in Aussicht, wenn die Sanierung problemlos über die Bühne gehe.

Für das rudimentäre UMTS-Netz gibt es nach Unternehmensangaben inzwischen 16 Interessenten. Die Mobilcom-Tochter Freenet bietet laut Financial Times 35 Millionen Euro für das Festnetzgeschäft.