Unterm Hammer – Bankenkonsortium ersteigert Ish zum Mindestgebot

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Gezerre hat ein Ende – oder?

Der Kabelnetzbetreiber Ish hat ab heute einen neuen Besitzer: Das Unternehmen ist am heutigen Freitag für ein Mindestgebot von 275 Millionen Euro von einem Bankenkonsortium unter Führung von Citybank und der deutschen Bank übernommen worden.

Die Kölner Firma gehörte zuvor vollständig der Callahan Kabel NRW. Nach der Insolvenz der Muttergesellschaft war nur eine Versteigerung möglich, um das Unternehmen zusammenzuhalten. Die Gläubigerbanken waren die einzigen Bieter. Die deutsche Telekom bleibt zu 45 Prozent an der Kabelgesellschaft beteiligt.

Die europäische Kabel-TV-Branche hatte im vergangenen Jahr herbe Verluste, sowie zahlreiche Firmenpleiten verkraften müssen. Das Bankenkonsortium hatte schon im Herbst 2002 einen langfristigen Finanzierungsvertrag mit Ish geschlossen und dem angeschlagenen Unternehmen eine Überbrückungskredit von 115 Millionen Euro gewährt. Die Banken sind zuversichtlich, dass sich die Investition lohnen werde. “Ish wird in Zukunft eine wichtige Rolle für die Medienlandschaft in Nordrhein-Westfalen spielen”, meldet das Unternehmen, das noch im letzten Jahr auf der Kabelmesse Anga groß aufgetreten war.

Für die Kunden werde sich in Zukunft nichts ändern, genauso wenig wie an der Zahl der Beschäftigten gerüttelt werde. Derzeit arbeiten 1250 hier, sagte Ish-Sprecher Stefan Lennard nach der Versteigerung. Lennard: “Wir können 2003 zu einem sehr erfolgreichen Jahr für Ish machen. Ish soll für hervorragende Qualität bei Angebot und Service stehen. Das ist unser wichtigstes Ziel.” Die Marke wird also erhalten bleiben.