Docomos internationaler Motor stottert

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Werbeetat als Rettungsanker

Der japanische Telekommunikationskonzern Docomo muss seine internationale Strategie umstellen. Nicht annähernd so erfolgreich wie geplant erwies sich die Produktstrategie rund um das Produktpaket I-Mode auf den internationalen Märkten. Das sagte CEO Keiji Tachikawa am Rande des 3 GSM World Congress in Cannes.

In Europa zum Beispiel, wo der Dienst für multimediale Anwendungen bereits von Anbietern wie KPN, Boygues und E-Plus angeboten wird, habe man zwar auf Anhieb hunderttausende Freunde gefunden. In Deutschland und den Niederlanden zusammengenommen waren es Mitte Dezember etwa 220 000 Nutzer, in Frankreich sind es aktuellen Kundenlisten zufolge 100 000 – dennoch stiegen diese Zahlen nicht so schnell, wie prognostiziert, sagte Tachikawa.

Er sieht den Grund für die schleppende Akzeptanz des Hauptpfeilers von Docomos Auslandsstrategie, I-Mode, in kulturellen Unterschieden. So sei I-Mode auf dem asiatischen Markt ein Renner. Das Unternehmen will nun versuchen, weitere Überzeugungsarbeit zu leisten. Analysten rechnen damit, dass noch einmal enorme Werbekosten auf die Japaner zukommen könnten.