Freenet bekommt Zuschlag für Mobilcom-Festnetz

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Und alles cash …

Die Mobilcom-Tochter Freenet übernimmt nun tatsächlich das Festnetzgeschäft ihrer Muttergesellschaft. Die beiden Unternehmen verständigten sich auf einen Kaufpreis von 35 Millionen Euro, der in vier Raten gezahlt werden soll – und zwar in bar, denn Freenet verfügt nach eigenen Angaben über flüssige Mittel von fast 65 Millionen Euro.

Mit dem Highspeed-Glasfaser-Backbone, der gesamten Technik und einem Rechenzentrum übernimmt Freenet auch den Kundenstamm der Mobilcom im Call-by-Call- sowie im Preselection-Segment. Außerdem wechseln die Unternehmenskunden der Mobilcom zu Freenet, die Rechenzentrumsleistungen oder VPN-Dienste beziehen.

Mit im Paket ist auch die 50-prozentige Beteiligung am City-Carrier Kiel-Net. Mobilcom ist derzeit zu 76 Prozent an Freenet beteiligt und hatte seine Festnetzkapazitäten zum allergrößten Teil mit dem Internet-Serviceproviding seiner eigene Tochter ausgelastet. Der Freenet-Aufsichtsrat hat dem Deal bereits zugestimmt, das O.K. von Mobilcom, deren Bürgen und Kreditgebern steht noch aus.

Freenet hat gleichzeitig einen Rekordumsatz für das abgelaufene Jahr und Gewinne gemeldet. Das Geschäft habe um mehr als 50 Prozent auf 42,2 Millionen Euro zugelegt. Vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen beläuft sich der Gewinn nach Unternehmensangaben auf 8,8 Millionen Euro – ein Plus gegenüber dem Vorjahr um 21,6 Prozent.

Im Vorjahr waren noch Verluste von 9,8 Millionen Euro angefallen. Vor allem die Bereiche E-Commerce, Werbung und Internet-Access hätten zu dieser positiven Entwicklung beigetragen, heißt es. Ab dem kommenden Jahr sei bei Freenet ein Umsatz von 600 Millionen Euro zu erwarten.