Unentschiedene Anbieter: Content-Bezahlung weiter umstritten

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Diskussionen lösen Entscheidungsfreudigkeit wieder ab

Die Anbieter von digitalem Content, beispielsweise der Nachrichtensender CNN oder der Online-Dienst AOL, machen sich wieder Gedanken darum, dem im Internet veröffentlichten Content ein Preisschild aufzukleben.

Das Geschäftsmodell schien sich mit dem Niedergang der Dotcoms ebenfalls erledigt zu haben – selbst etablierte Anbieter wie das Wirtschaftsblatt Wall Street Journal und die Financial Times mussten sich neuerdings etwas einfallen lassen, um die zahlende Kundschaft wie auch die Anzeigenkunden zu locken und zu halten.

Jetzt steht es US-Fernsehsendern wie HBO, CNN und dem Sportkanal ESPN nach Informationen der New York Times an, die Gebührenpflicht für ausgewählte Inhalte noch einmal gründlich zu überprüfen und zügig einzuführen. Anlass für diese Töne ist der Gedanke des neuen AOL-Chefs Jonathan Miller, in werbeschwachen Zeiten so genannte “Add-on-Services” einzuführen. Damit meint er Dienste wie Voice-Mail und Virenschutz. Diese Angebote sollen jedoch zunächst ein Testfeld für die Akzeptanz bezahlten Contents sein, ist sich die Fachwelt sicher.

Der Qualität der angebotenen Inhalte täte eine weite Verbreitung von bezahlten Inhaltediensten sicherlich keinen Abbruch. Schließlich wären die Nutzer eher gezwungen, von einer Beliebigkeit der Informationsauswahl und dem Phänomen “Information Overkill” zu einem bewussten Entscheidungsprozess für Informationsquellen zu kommen. Und sie würden für ihr gutes Geld nur gesicherte Informationen akzeptieren.